Preisträger 2010
Der Preis (M)eine Stunde für Wuppertal 2010 ging an die Jugendlichen der Islamischen Gemeinde Wuppertal & DiTiB-Elberfeld
In diesem Jahr wurde der Preis von (M)eine Stunde für Wuppertal zum 4. Mal vergeben.
Preisträger 2010 sind nach Entscheidung der unabhängige Jury der Initiative (M)eine Stunde für Wuppertal Jugendliche der Moscheevereine „Islamische Gemeinde Wuppertal e.V.“ und „DiTiB-Türkisch Islamische GemeindeWuppertal-Elberfeld e.V.“ Die Preisträger haben sich 2010 in diversen Workshops und Aktivitäten in christlichen Altenheimen vorbildlich und kulturübergreifend ehrenamtlich eingesetzt und Projekte gestartet, die das ganze Jahr 2011 fortgesetzt werden.
Hans-Jürgen Dorr als Leiter des Migrantenprojektes (M)eine Stunde für Wuppertal begleitete die Jugendlichen und die Vorsitzenden der beiden Moscheevereine bei der Planung und Durchführung ihrer „Stunden für Wuppertal“. Die generationen- und kulturübergreifende Ehrenamtstätigkeit umfasst eine Vielzahl von Einzelaktivitäten, die in vorbildlicher Weise das Miteinander in Wuppertal über bisherige Grenzen hinweg fördert. Darunter finden sich Märchenaufführungen in orientalischen Gewändern in christlichen Alteneinrichtungen, Vorlesenachmittage, ein Leih-Enkel-Projekt, Spazieren-geh-Angebote für Senioren oder Moscheebesuche.
Frau Angelika Leipnitz von der Servicestelle Ehrenamt der Stadt Wuppertal nahm dann zu den einzelnen Einrichtungen Kontakt auf und stellte die Vorschläge der Migrantengruppe vor.
Die generationen- und kulturenübergreifende Ehrenamtstätigkeit fand im letzten Jahr ihren Höhepunkt im Ev. Seniorenzentrum Vohwinkel, als die Bewohner der Einrichtung von den Jugendlichen mit der Aufführung eines Märchens für eine Stunde in den Orient „entführt“ wurden. Es wurde erreicht, auf beiden Seiten das „Wir“-Gefühl und das friedliche Miteinander zu stärken.
Monika von Blomberg, Stifterin des Preises, der vom Wuppertaler Künstler Frank Breidenbruch geschaffen wurde, überreichte im Beisein von Oberbürgermeister Peter Jung am 3. Februar 2011
die Auszeichnung an die Jugendlichen für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement.
Oberbürgermeister Peter Jung hob in seiner Laudatio die Aktivitäten der Jugendlichen als beispielhaft hervor. Viele unterschiedliche Kulturen haben in unserer Stadt eine Heimat gefunden und dieses friedvolle Zusammenleben verschiedener Kulturen, so betonte er, wollen wir in Wuppertal auch haben.
In der nachfolgenden Dankesrede wurde durch den Sprecher der Jugendlichen dann auch leidenschaftlich unterstrichen, dass sich die Mitglieder der Moscheevereine als Teil Wuppertals sehen und zwar als Teil eines Ganzen und nicht als Teil am Rande der Gesellschaft.
Der Preis, eine Bronzeskulptur, in der ein Helfender und ein Bedürftiger in einem Boot sitzen, wurde in diesem Jahr bezeichnenderweise im Bootshaus Wuppertal überreicht. Die Inhaber des Bootshauses stellten ihre attraktiven Räumlichkeiten sowie die Verköstigung für diese Preisverleihung unentgeltlich zur Verfügung.
Bisherige Preisträger:
2007 die Schüler des Wilhelm Dörpfeld Gymnasiums
2008 die Ausbildungsplatzsuchenden der Wirtschaftsschule Paykowski
2009 die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museumsshops des Von der Heydt-Museums
Autorin: Claudia Kreuter